Hildegard - Deutsch

10 Kapitel 3 Dines Bogø in Dragør „Es ist Bogø.“ Guten Tag, Sie sprechen mit Louise Skov. „Guten Tag Louise, war es nicht dein Vater, der auch bei der Kriminalpolizei war?“ Ja, und wie Sie sich vielleicht erinnern, interessierten mich die Koffer, die ich nach sei- nem Tod auf dem Dachboden fand, sehr. Jetzt bin ich auf einen Namen und eine Ge- schichte gestoßen, bei der Sie mir hoffentlich weiterhelfen können? Es handelt sich um ein Mädchen, das im April 1927 geboren wurde. Sie kam als Flücht- ling nach Kopenhagen, als sie 17-18 Jahre alt war. Ich weiß nur, dass sie Hildegard heißt und dass sie 1947/48 im Flüchtlingslager Kløvermarken war. Sie lebte 1999 noch. Mein Vater hatte seit 1948 irgendwie Kontakt zu ihr. Sie lebte später in Dänemark, war aber irgendwann in den Achtzigern oder vielleicht etwas früher in Malaga. „Nicht viele Flüchtlinge von 1945-49 durften in Dänemark bleiben. Der Name Hildegard bedeutet mir etwas. Sollte ich die Hildegard kontaktieren, über die ich geschrieben habe, und sehen, ob sie es sein könnte? Vielleicht möchte sie mit dir reden?“ Hast du noch Kontakt zu ihr? „Hildegard lebte unter anderem in Nordseeland, zog aber nach Østerbro in Kopenhagen. Ich werde sie anrufen und Ihnen eine Antwort geben, unabhängig davon, ob ich Kontakt zu ihr aufnehme.“ Das ist nett von dir. Glaubst du, sie findet es seltsam? „Die Hildegard, die ich kenne, ist sehr nett. Allerdings hat sie ihre Meinung, die sie nicht verheimlicht. Es ist nicht sicher, ob sie da ist, aber ich werde es versuchen. Hildegard war in Deutschland ein recht gebräuchlicher Name. Sie könnte es sein, da, wie gesagt, nur sehr wenige Flüchtlinge nach 1949 in Dänemark bleiben durften.“ Ich bin sehr aufgeregt. Vielen Dank im Voraus und hören Sie zurück.

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